KfW-Effizienzhaus

Das KfW-Effizienzhaus

neu:  Unser Video „Energie-effiziente Neubauten„. Darin wird umfassend erläutert, wie man ein besonders energie-effizientes Haus bauen kann. Laufzeit 1:49 h.

Historie und Einordnung
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Bank) fördert mit zinsgünstigen Krediten und Teilschulderlass den Neubau von Häusern in einem gegenüber den Mindestanforderungen des GEG verbesserten Energiestandard.

Aktuell gibt es im Neubau die beiden Effizienzhaus-Standards 55 und 40 (KfW-Programme 297 und 298).

Obige Grafik zeigt anhand des Heizwärmebedarfs nach PHPP, wo diese Qualitätsniveaus etwa zwischen den Mindestanforderungen der EnEV und dem Passivhaus bzw. Nullenergiehaus einzuordnen sind.

KfW-Effizienzhäuser werden allerdings nicht mit dem realisätsnahen Rechenverfahren der Passivhaus-Projektierung (PHPP) nachgewiesen, aus dem sich der zu erwartende Heizwärmebedarf ergibt, sondern mit dem eher realitätsfernen Rechenverfahren des deutschen Gebäude-energie-Gesetzes.

Vorgaben gibt es für den Wärmeschutz ihrer Gebäudehülle (mittl. U-Wert bzw. H’T-Wert) und für den Primäreenergiebedarf (Qp-Wert).

Die Anforderungen an KfW-Effizienzhäuser sind wie folgt:

Effizienzhaus 55
Hier darf der mittlere U-Wert der Gebäudehülle (H’T-Wert) nicht höher als 70 % und der Primärenergiebedarf Qp nicht höher als 55 % von dem des EnEV-Referenzgebäudes sein. Das Referenzgebäude ist ein Haus gleicher Größe, Form und Ausrichtung, bei dem alle Bauteile der Gebäudehülle und Elemente der Haustechnik in Referenzausführung hergestellt sind. Diese Referenzausführung ist im GEG in Anlage 1 beschrieben.

Effizienzhaus 40
Hier darf der mittlere U-Wert der Gebäudehülle (H’T-Wert) nicht höher als 55 % und der Primärenergiebedard Qp nicht höher als 40 % von dem des GEG-Referenzgebäudes sein. 

Die Beratung und Berechnung von KfW-Effizienzhäusern erfolgt durch „Energie-Effizienz-Experten“, die Sie auf www.energie-effizienz-experten.de finden können.

Das KfW-55-Niveau ist ohne große Mühe erreichbar, das KfW-40-Niveau mit etwas mehr Dämmung und guter Haustechnik meist auch ohne Probleme. Mit beiden Niveaus ist man, wie anfängliche Grafik zeigt, aber noch ein gutes Stück vom Stand der Technik (Passivhaus) entfernt. Ein KfW-55-Haus dürfte auf Dauer knapp den 4-fachen-Heizenergieverbrauch wie ein Passivhaus haben, ein KfW-40-Haus etwa den 1,5-fachen. Die genaue Relation hängt von Gebäudehülle und Haustechnik ab. Wo möglich, empfehlen wir daher, das Passivhaus-Niveau zu realisieren, wobei die KfW-Kredite und Zuschüsse für ein Effizienzhaus 40 natürlich auch genutzt werden können.

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